Gibt es noch Rettung für uns?

Gibt es noch Rettung für uns?

Alle Augen sind gerade auf die Coronakrise gerichtet und wie das Virus schnellstmöglich besiegt werden kann, doch trotz des ganzen Chaos hat die Pandemie auch etwas Gutes: die Natur erholt sich wieder. Dadurch, dass Milliarden von Menschen zu Hause sitzen, kann die Natur einmal tief durchatmen. Doch das hält den Verfall der Umwelt nicht auf, sondern schiebt ihn nur noch ein wenig auf.

Die Erde steht vor den Abgrund und jeden weiteren Tag steuern wir darauf zu. Das ist zum Beispiel durch den Zustand der europäischen Wälder oder auch die anhaltenden Amazonas-Waldbrände zu erkennen. Jedoch gehen Forscher auch davon aus, dass Millionen von Afrikaner den Boden unter den Füßen verlieren werden. Immerhin lebt jeder vierte Afrikaner an der Küste. Unaufhaltsam schreitet aber auch das Sterben der Korallenbänke voran und die Erderwärmung nimmt immer weiter zu. Jetzt die große Frage: Können wir uns noch retten?

Laut Professor Stefan Rahmstorf sieht es schlecht aus, denn er teilt mit: „Die Menschheit verliert immer mehr die Kontrolle über das Befinden der Erde.“ Jedoch haben sich die Experten mit einer Vorhersage geirrt: Die Klimakatastrophe steht nicht kurz bevor, sondern wir sind schon mitten drin. So geben Gletscherforscher zu, dass das Eis heute rund dreimal schneller schmilzt, wie noch vor zehn Jahren. Auch der Meeresspiegel steigt konstant an. Jedoch nicht nur um einige Zentimeter, wie Experten vorhergesagt hatten, sondern wahrscheinlich um einige Meter. Davon betroffen sein werden zahlreiche Städte, wie Hamburg, Shanghai, New York oder Kalkutta. Eines steht also fest: Klimaforscher haben die globale Erderwärmung und deren Folgen dramatisch unterschätzt.

Ein Blick auf den Pariser Klimagipfel, wo das Ziel festgelegt wurde, dass die globale Erwärmung bei 1,5 Grad gestoppt werden soll. Das Ziel wird wohl niemals erreicht, denn Forscher gehen eher von fünf bis sechs Grad Erwärmung aus. Auf Land bedeutet das sogar neun bis zehn Grad. Somit verwandelt sich Mitteleuropa klimatisch nicht ins gemütliche Südeuropa, sondern eher in Afrika. Leider ziehen wir in diesem Hinblick noch immer nicht alle an einem Strang. Es gibt zahlreiche Politiker sowie Journalisten, welche die Klimatisierung einfach als Unfug abtun oder verleugnen. Das hilft weder ihnen noch uns.

Jetzt ist die Zeit zum Handeln, sagt uns auch ein 16-Jähriges Mädchen: Greta Thunberg. Sie war bei der UN zu besuch, schüttelte die Hand vom Papst, trat vor dem französischen Parlament aus oder redete bei der Weltklima-Konferenz. Dadurch gingen Millionen von Jugendlichen auf die Straße, im Kampf für eine bessere Zukunft. Die Rettung ist also noch nicht aussichtslos, wenn sie auch viel Arbeit bedeutet. Ziele sollten vor allem 100 Prozent erneuerbare Energie sein, aber auch der Ausstieg aus der Kohle oder der Anstieg der E-Mobilität.

Foto wurde mit einer X Pro2 aufgenommen.

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